Fernwärme-Anschlussleistung berechnen
Der Rechner schätzt auf Basis von Wohnfläche, Baujahr und Dämmzustand, wie viel Anschlussleistung Ihr Gebäude wahrscheinlich benötigt — und vergleicht das mit dem Wert auf Ihrer Rechnung.
Anschlussleistung prüfen
Geben Sie die Werte von Ihrer Fernwärme-Rechnung ein — der Rechner zeigt, ob Ihre Anschlussleistung zum Gebäude passt.
Steht unter „Leistungsgrundpreis“ auf der Rechnung.
Nächste Schritte nach der Berechnung
- Prüfen Sie, ob Ihr Fernwärmevertrag eine Anpassungsklausel enthält.
- Beantragen Sie schriftlich beim Versorger eine Überprüfung der gebuchten Leistung.
- Bei Ablehnung: Lassen Sie einen Energieberater einen Bedarfsnachweis nach DIN EN 12831 erstellen (Kosten typisch 200–500 €, die sich bei 400–800 €/Jahr Ersparnis in einem Jahr amortisieren).
- Reichen Sie den Nachweis beim Versorger ein. Der Versorger ist nach AVBFernwärmeV verpflichtet, ihn zu prüfen.
- Bei anhaltender Ablehnung ohne Begründung: Schlichtungsstelle Energie einschalten (kostenlos für Verbraucher).
Mehr dazu: Schritt-für-Schritt-Anleitung zur Anschlussleistungs-Senkung
Wie genau ist die Schätzung?
Der Rechner verwendet vereinfachte spezifische Wärmelastwerte angelehnt an DIN EN 12831 — dieselbe Norm, die Energieberater für offizielle Nachweise nutzen. Die Werte sind nach Baujahr und Dämmzustand gestaffelt:
| Baujahr | Nicht gedämmt | Nachgedämmt |
|---|---|---|
| Vor 1978 | 100 W/m² | 60 W/m² |
| 1978–1994 | 80 W/m² | 50 W/m² |
| 1995–2009 | 60 W/m² | 45 W/m² |
| Ab 2010 | 40 W/m² | 40 W/m² |
Diese Werte sind Richtwerte. Für einen verbindlichen Nachweis gegenüber dem Versorger ist eine individuelle Berechnung durch einen zugelassenen Energieberater erforderlich.